Currently Reading und Gedanken | A Work in Progress

26 Juni 2015

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Ich melde mich wiedereinmal, nach  einiger Zeit. [Edit: Stimmt nicht. Gestern ist NICHT lange. Aber diesen Post habe ich eben davor geschrieben. Nja.] Es tut mir wirklich schrecklich leid, aber können wir uns bitte alle einen Moment Zeit nehmen und uns freuen - meine allerletzte Lateinprüfung für immer und ewig habe ich abgelegt. Was bin ich froh. Damit ist auch die etwas stressige Prüfungszeit abgeschlossen. Mehr als das haben die Lehrer danach die Notenkonvente, wodurch viel Unterrichtszeit entfallen wird in den nächsten zwei Wochen. Und was folgt danach? Einen Monat Berlin. Hach, ich freue mich so sehr. Natürlich auf die Stadt, aber, um ehrlich zu sein, vor allem auf Dussmann.
 
Heute möchte ich aber über mein aktuelles Buch sprechen. Nein, keine Rezension,  einfach ein bisschen  Gedanken darüber auslassen. A Work in Progress habe ich bereits x-mal auf Instagram entgegengestreckt bekommen - wortwörtlich. Anlehnend an das schlichte, aufregende Design des Buches werden die Fotos dazu auch sehr ruhig gehalten. Eine weisse Wand, eine Hand, die das Buch in die Höhe streckt - eine Taktik, die ich selbst auch sehr liebe. Ich mag Instagram generell momentan sehr gerne und werde wohl ein dazupassendes Gadget in der Sidebar einbauen. Aber bleiben wir mal bei der Sache. Typisch Mara schweife ich einfach ständig ab, entschuldigt.
 
Also, mal abgesehen vom Design hört sich das Buch super an. Der Klappentext und die Message von diesem spricht mich einfach sofort an.
I'm just a small-town kid trying to figure out my place in the big, wide world. I've only been around for twenty-two years, and there's so much left for me to explore and learn.
Dementsprechend ist das Buch auch Englisch, habe ich noch nicht erwähnt. Geschrieben wurde es von Connor Franta. Ja, Shame on me, ich habe davor erst selten was von ihm gehört. Mir war immer unklar, um was es in diesem Meisterwerk von Design wohl geht. Dann sah ich  es in der Buchhandlung, und ja, es zog mich magisch an. Connor Franta ist laut Kurzbiographie eine Internetsensation. Bedeutet, er dreht Youtube-Videos und hat mehr als vier Millionen Subscribers. Neugierig klickte ich mich bis zu ihm durch, und um ehrlich zu sein, war ich vorerst enttäuscht. Ich habe einen Youtube-Kanal erwartet, der nicht nur das Design des Buches aufnimmt, sondern hauptsächlich die Thematik - die Tiefgründigkeit und das Stellen unterschiedlicher Fragen. Aber wie gesagt, ich wurde eher enttäuscht, als dass sich meine Antworten bestätigt haben. Connor Franta macht Comedy-Videos. Hauptsächlich Challenges. Auch wenn er sympathisch ist, habe ich, wie schon gesagt, nach einer gewissen Tiefgründigkeit gesucht, anstelle dieser stupiden, monochromen Oberflächlichkeit, die ich leider immer wieder vorfinde. Er ist nicht schlecht, wie schon erwähnt, aber eben... Ich will und werde mich nicht nochmals wiederholen, meinen Standpunkt kennt ihr nun.


Dann startete ich das Buch. Und war überrascht.  Die ersten 40 Seiten waren ebenso wenig tiefgründig wie der Youtube-Channel. Unterhaltsam, aber überhaupt nichts Neues. Nicht das, was auf der Verpackung stand. Vorerst bin ich eher ein bisschen zurückhaltend. Das Buch ist gut, natürlich, aber bis jetzt einfach noch nichts Besonderes. Vielleicht wird sich das noch ändern. Oder ich bin einfach auf ein saugutes  Marketing reingefallen. Ein Youtube-Boy, jung und gutaussehend, aber doch  schon zweiundzwanzig Jahre alt. Unmengen an Supportern und ein Faible für Fashion. Homosexuell, gerade sein Coming-Out gemacht. Unterstützt Musiker. Hört sich gut an, dieser Connor, was? Aber irgendwie fand ich dann was ganz anderes vor. Man merkt, dass er das Buch selbstgeschrieben hat, es schleicht sich  eine gewisse kindliche Naivität durch, eine alberne Verklemmtheit, wenn es um die eigene Kindheit oder Eltern geht.
 
Wie ihr merkt, bin ich bis jetzt eher negativ überrascht. Ich bin noch nicht weit, aber ich möchte trotzdem gerne weiterlesen. Auf eine Weise bin ich immer noch gespannt. Ich habe gerade harte Worte ausgerichtet. Das Buch interessiert mich, aber ich kam schnell wieder auf den Boden. DAS ultimative Buch habe ich wohl noch nicht gefunden. Denn ich LIEBE solche Bücher über alles. Jedenfalls stelle ich mir das so vor - wie eine kleine Art meiner eigenen Bibel. Aber bisher habe ich noch keines gefunden. Ich hatte grosse Hoffnungen in dieses. Vielleicht war es aber tatsächlich schon auf den ersten Blick zu kommerziell für meine Verhältnisse. Naja. Dann muss ich sowas eben selbst schreiben - eignet sich sowieso besser, wenn ich eine intime Stimmung miterleben möchte.
 
Alles Liebe
Mara
1 Kommentar
  1. Cooler Blog wirklich! Vielleicht hast du mal Lust bei mir vorbei zu schauen :)
    Liebe Grüße, Julia
    http://heartbeatofmybooks.blogspot.de/

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