August 2017 | Monatsrückblick

30 August 2017

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allgemein

Im August gab es viele Veränderungen - das Ankommen zu Hause aus Mexiko und Frankreich, das eine Jahr mehr im Alter, die wechselnden Temperaturen und der erneute Schulanfang. Aber insgesamt war er ganz okay - vielleicht kennt ihr solche Monate. Er war weiterhin gespickt mit Nachmittagen am Wasser, was immer schön ist, mit kleinen Feiern und schönen Momenten, aber eben auch mit der Überwindung, wieder in den Alltag zu starten und all diesen Dingen, die niemand so richtig mag. Dafür haben wir gute Bücher gelesen und eine schöne Zeit verbracht! Mara hatte Mitte August auch Geburtstag und konnte den sonnigen Tag mit Familie und Freunden verbringen und feiert dann Anfang September noch richtig. In Zürich beginnt Ende August immer das Theaterspektakel, welches sich wunderbar für einen Abendausgang eignet und uns einige Male in seine Location verführte...


bücher

anaïs
Dear Ijeawele, or a Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions, Chimamnda Ngozi Adichie
Mara hat zu diesem ganz speziellen Brief bereits eine Rezension verfasst, ich verlinke sie euch hier. Auch mir hat dieses Manifest unglaublich gut gefallen, ich habe es am Strand gelesen und einmal mehr sehr viel gelernt. Was es heisst, Mutter zu werden und was es heisst, eine Frau zu sein. Ich habe das Buch bereits noch einmal bestellt um einer werdenden Mutter zu schenken, ein wunderschönes Geburtsgeschenk.

Americanah, Chimamanda Ngozi Adichie
Noch mehr Chimamanda Ngozi Adichie und noch mehr Erkenntnisse. Americanah ist wohl eines der Bücher, das mir am besten gefallen hat, eines meiner Lieblinge. Ich habe euch hier meine Gedanken in einer Rezension versucht zusammenzufassen, es hat mich einfach so verzaubert. Meine Augen wurden geöffnet und ich ein bisschen zu einem anderen Menschen. 

Alles bleibt in der Familie, Lynne Sharon Schwartz 
Auch zu diesem Buch habe ich bereits eine Rezension verfasst - die New Yorker Familie hat einige lustige Geschichten auf Lager, die mir echt den Tag versüsst haben. Einen Eindruck zum Buch findet ihr in besagter Rezension unter diesem Link hier. Das perfekte Buch um die Ferien zu beenden. 

mara
Extrem laut und unglaublich nah, Jonathan Safran Foer
Auf einem Flohmarkt in Berlin entdeckt, habe ich den damaligen Hit von dem Bestseller-Autor spontan mitgenommen. Obwohl mich der Film nicht so überzeugen konnte, war das Buch die perfekte Ferienlektüre für Stadtliebhaber_innen wie mich. Kurzweilig und unterhaltsam, spannend und gespickt von interessanten und eigenwilligen Charakteren, ist das Buch definitiv zu empfehlen!

Tuesday Nights in 1980, Molly Prentiss
So ziemlich umgehauen hat mich dieses Debut von Molly Prentiss. New York, 70er Jahre, Militärjunta in Argentinien, Kunst und Synästhesie - diese Stichworte haben mein Herz schneller schlagen lassen. Aber das Ergebnis, ein einzigartiges Gebilde daraus, war noch besser, als ich es mir vorstellen konnte. Denn mit Fingerspitzengefühl und einem einzigartigen Schreibstil hat sich Molly Prentiss mit ihrer tollen Geschichte bis in mein Herz geschrieben.

Das Alphabet der traurigen Frauen, Mia Grau
Sehr schnell zu lesen war dieses hübsche Poesie-Stück von Mia Grau. Bereits berichtet habe ich euch davon schonmal, und zwar hier. Es konnte mich tatsächlich überzeugen, es ist ein kleines aber feines Büchlein mit einer schönen Aussage dahinter und irgendwie voller Bedeutung.

Ganz anders von der Anlage her war dieses Büchlein, welches mir der mixtvision Verlag zugeschickt hat. Entdecke ich deren Label auf Büchern, ist das ähnlich wie ein Qualitätssiegel im Supermarkt. Denn sie verlegen spezielle und aussergewöhnliche Schriftstücke, die dich verzaubern und zum nachdenken verbringen. Genau das ist passiert mit dieser Dystopie, die so ganz anders als alle andern Dystopien ist. Viel wichtiger, viel direkter. Eine Empfehlung von Herzen, die ich auch in einer Rezension so noch ausgeschrieben habe. Ihr kommt dazu, wenn ihr auf den Titel klickt!

Piper Perish, Kayla Cagan
Zum Ende des Monats ein weiteres Jugendbuch. Die Thematik passte aber irgendwie ganz gut, eine achtzehnjährige junge Künstlerin, die ausbrechen will und es zu Hause nicht mehr aushaltet. Natürlich ist das bei mir nicht so, aber ich konnte mich trotz ihres schwierigen Alters ein wenig mit ihr identifizieren, mit dem Gefühl, stecken zu bleiben. Mit der Frage 'Was nun?' ständig im Kopf, das bedeutungsschwangere Fragezeichen im Bauch. Speziell und bestimmt nicht für alle, aber für mich hat es irgendwie gepasst.



musik + konzerte

mara, Zürich Open Air
Das Zürich Open Air stand mal wieder an - nächstes Jahr um diese Zeit werden wir unsere Vormaturitätsprüfungen ablegen (Schweizer Version des Abiturs!), und deswegen musste ich dieses Jahr hin. Ist aber natürlich nicht der einzige Grund, sondern vor allem die tollen Musiker_innen, die sich an diesem schönen Ort zusammengefunden haben. Viel Liebe geht raus an 'The XX', an Nicolas Jaar und an alle andern, die so wunderbar performt haben. Der Abend war unglaublich schön und werde ich so schnell nicht wieder vergessen!

17, XXXtentacion
Um den Rapper gibt es in meinen Kreisen schon seit längerer Zeit Gerede, aber spätestens seit seinem '17' - Release ist er auch auf anderer Ebene angekommen. Ich fand die Kontroversen um ihn herum aber immer etwas abschreckend und habe mich daher nicht oder nur spärlich mit ihm befasst. Aber da das Album wenige Tage nach meinem 17. Geburtstag herauskam und deswegen irgendwie unglaublich passend war, habe ich hineingehört und mich spontan verliebt in die melanchoischen Gitarren- und Klavierklängen, die ich so gar nicht erwartet habe. Auf jeden Fall eine Empfehlung!
theater
anaïs, Tritesses
Jedes Jahr ist in Zürich über mehrere Wochen das Theaterspektakel. Aus der ganzen Welt versammeln sich Strassenkünstler und Schauspieler am Zürichsee und zeigen, was sie können. Neben verschiedenen kulinarischen Highlights gibt es auch Ständen die kleine Kinder schminken oder Hennatattoos malen. Es ist immer etwas los und die Sommerstimmung echt toll. Das Spektakel heisst natürlich Theaterspektakel, weil man auch einige kostenpflichtige Darbietungen auf verschiedenen Bühnen aus der ganzen Welt sehen kann. Es war nicht ganz einfach an Tickets zu kommen, aber glücklicherweise haben wir noch welche ergattern können und dann erst noch für 'das Highlight des ganzen Anlasses'. Und es war auch wirklich ein tolles Stück. Es spielte auf einer kleinen Insel bei Dänemark, die den Namen Tristesses trägt. Sie zählt acht, bzw neuerdings noch sieben EinwohnerInnen. Die älteste Bewohnerin der Insel hat sich nämlich erhängt. Ihre Tochter reist dann kurzer Hand auf Tristesse und krempelt die ganze Stadt um. Es gab einige Parallelen zur Moderne, unter anderem zu dem gewaltigen Rechtsrutsch in Europa. Immer wieder wird der nämlich thematisiert. Ebenfalls gibt es Parallelen zu Dürrematts alter Dame - auch hier kommt nämlich eine Frau in ihre Heimat zurück und möchte Rache üben. Uns hat diese Frau, Martha, auch etwas an Le Pen und ihren Vater erinnert. Sie, die ja die Partei angerissen hat, wie die Martha aus dem Stück es auch getan hat. Das Theater wurde in einer experimentellen und aussergewöhnliche Form, es war eine Art Filmtheater. Vor den Gebäuden auf der Bühne wurde gespielt und drin wurden Lireaufnahmen gemacht und auf einer Leinwand projiziert. Sehr spannend fürs Auge und definitiv sehenswert. Hervorragende schauspielerische Leistungen, eine tolle Inszenierung, eine kreative Form und eine Geschichte, die einem vor Spannung kaum noch loslässt. Sie hat mich berührt, diese düstere Komödie. 

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