'Anspruchslosigkeit trifft auf Anspruchslosigkeit' - Wir Buchrezensenten

Hallo. Heute möchte ich auf zwei Beitrage antworten und hoffe, dass die Resonanz gut aufgenommen wird. Natürlich muss ich euch erstmals informieren, von was ich spreche. In der SZ gab es vor Kurzem einen Beitrag über Sara Bow, eine Buchbloggerin und Booktuberin, die sicher einigen von euch bekannt ist und die ich selbst schon an der Frankfurter Buchmesse erlebt habe. Sie wird kritisiert - und alle anderen werden mit ihr in einen Topf geworfen. Meine Kritik geht nicht an Sara, sondern an den Verfasser eines Blogs und eines Beitrags, der das Thema aufgreift und eitel sowie fast schon ein wenig eingebildet über uns 'herzieht'. Ich wollte einiges klarstellen, und so enstand mein Kommentar mit meiner Meinung zu einigen Punkten, die Thomas Brasch angesprochen hat. Das heisst, ich nehme direkt auf seinen Beitrag Bezug. Deswegen bitte ich euch einerseits, euch hier seine Meinung und seinen von mir angesprochenen Beitrag durchzulesen und andererseits zu entschuldigen, dass der Text als direkte Antwort an ihn gerichtet ist.

Klar gibt es in dieser Szene auch einige Dinge die mich stören, und ich kann Sie deswegen teilweise auch verstehen. Andererseits möchte ich Ihnen so auch ein paar Inputs zurückgeben, da Sie einiges nicht berücksichtigt haben, wohl weil sie nicht dieser angesprochenen Altersgruppe zugehören. Ich denke, jeder brauch eine gewisse Ablenkung, nicht jeder liest ernste Bücher, schaut ernste Filme und bleibt dabei bei gesundem Menschenverstand. Jeder braucht immer wieder mal was völlig Gehaltloses, um überhaupt noch lebensfreudig zu bleiben. Und ob das jetzt eine Komödie oder ein klischeehafter Roman ist, bleibt bitteschön mir überlassen, ebenso wie meine Entscheidung, dazu eine Rezension zu verfassen oder nicht. Deswegen ist es ganz okay, wenn nicht alle Bücher Klassiker sind und manchmal einfach schlichtweg für Gute Laune sorgen und nichts weiteres. Ich persönlich schreibe das auch in meine Rezensionen, wenn ein Buch nicht den Sinn des Lebens hinterfragt oder belanglos ist - und trotzdem finde ich es vielleicht gut und mochte es. Da ist dann bitte auch nicht darüber zu urteilen, in welchem Milieu ich aufgewachsen bin, welche Umgebung und welche Erziehung mich geprägt hat.
Viele Booktuber_innen und Buchblogger_innen betreiben ihre Tätigkeit schon eine ganze Weile und haben seither nicht nur viel gelesen, sondern fast genauso viel rezensiert. Klar hat jedes Buch seine eigene Sprache und fast schon charakterlichen Eigenschaften, aber manchmal wird nach der hundertsten Rezension erst bemerkt, wie stupide das manchmal ist, wie viele Wiederholungen sich einschleichen. Klar gibt es Unterschiede im Ausdruck, aber unsere Meinung generell als anspruchslos zu bezeichnen und danach nochmals Ihre daraus ereignenden Überheblichkeit herauszustreichen, finde ich gewagt. Ich persönlich gebe mir Mühe und meine auch zu glauben, mit meinen 14 Jahren mich treffend auszudrücken zu können, aber vielleicht wird dass dann wieder als snobistisch angesehen.
Ich persönlich denke, dass wir als Jugendliche oder Junge Erwachsene, die lesen und rezensieren, eine Ausnahme der heutigen Generation sind. Weil wir uns nicht mit Social Media zukleistern und unsere Unterhaltung nicht von Wlan abhängig ist. Danach über ein Buch sinnieren und es zu reflektieren, zeichnet sich doppelt aus, meiner Meinung nach. Nicht alle machen das vielleicht auf die gleiche Weise, aber Sie werfen uns alle in einen Topf.
Übrigens finden Sie nicht nur Empfehlungen, sondern auch kritische Meinungen hinter unserem Geschriebenen. Ich denke, ich habe gerade so oft ein Buch als, um es uns einfach zu machen, als 'wirklich schlecht' bewertet wie ich Bücher als 'grandios' bewertet habe. Jedoch lese und rezensiere ich als Hobby (ein weiterer Punkt, auf den ich später noch zu Sprechen kommen möchte), und manchmal lasse ich mir zuliebe ein schlechtes Buch weg oder ein besonders Gutes, bei dem mir die Worte fehlen und ich sowieso nichts halbwegs Gescheites zu Stande bringen würde. Ich lese, weil ich gerne lese, ich lese wegen den guten Büchern und um die geht es für mich persönlich. Deswegen haben die bei mir Vortritt. Desweiteren kaufe ich mir bloss Bücher, die mich wirklich interessieren, lese einige Seiten rein und habe so kaum einen totalen Fehltritt. Natürlich kann sich ein Buch noch komplett in die andere Richtung entwickeln, dennoch kommt das natürlicherweise seltener vor, als wenn ich blindwütig zugreifen würde.
Als Business würde ich das übrigens auch nicht bezeichnen. Mir ist bewusst, dass ich mittlerweile mehr Rezensionsexemplare zugeschickt bekomme, als dass ich mir Bücher kaufe, aber das ist meiner Meinung nach auch okay so. Ich hänge mich in mein 'Hobby' rein, habe mir HTML angeeignet und verbringe einige Stunden meiner sowieso schon vollen Woche mit meinem Blog. Ich mache es, weil es mir Spass macht, und trotzdem habe ich mehr 'Arbeit', seit mein Blog eine gewisse Anzahl an regelmässigen Leser_innen besitzt. Eine Geschäftsfrau bin ich noch lange nicht, wenn ich eine besondere Art an Entgeld für meine Arbeit bekomme, sondern bloss eine erfolgreiche Bloggerin.

Wie seht ihr das - entweder selbst als Blogger_in oder als Leser_in von Jugendbuchblogs? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

Alles Liebe,
Mara

Skoobe Review + Amazondilemma


Hallo! Wer mich ein bisschen besser kennt, weiss, dass ich Amazon nicht vertrage und grundsätzlich Blogs meide, die in ihren Rezensionen auf Amazon verlinken. Das hat auch einen Grund. Und er geht in die Richtung, die auch erklärt, weshalb ich eBooks meide. Oft genug ist mir vorgehalten worden, dass ich nicht so schnell urteilen soll und das mit den eBooks einfach mal ausprobieren müsste, was ich dann auch tat. Zuerst legte ich mir ein eBook zu, und merkte schnell, dass es nicht mein Ding war. Danach habe ich auch einen Monat lang skoobe getestet und war ebenfalls wegen dem selben Grund enttäuscht. Deswegen gibt es jetzt eine kleine Review, wie ich diesen Monat mit skoobe empfunden haben und danach noch ausführlicher dieses Buchhandlungsdilemma und Amazon. 
 
skoobe hat schon im Titel die Erläuterung, und zwar, wenn man das Ganze rückwärts liest. Dann kommt man nämlich auf eBooks, und genau darum geht es. Denn skoobe ist eine App, die vielleicht grob mit Spotify vergleichbar ist. Anders als bei Spotify aber muss man sich ein monatliches Abonnement kaufen, um den Dienst nutzen zu können. Dieser beinhaltet dann aber eine grosse Bibliothek an eBooks, die man dann entweder auf dem Handy oder iPad lesen kann. Es gibt drei Angebote in verschiedenen Preisklassen, einmal 10 Euro für den Grunddienst, 15 Euro, um unbegrenzt offline lesen zu können und für das Premium Abo zahlt man 20 Euro, kann aber seine Bibliothek auf drei Geräten gleichzeitig abrufen. Mit allen Varianten kann man unbegrenzt die Bücher aus skoobes Sortiment lesen. Aber da ist auch ein kleiner Haken - denn das Sortiment ist zwar gut, aber auf die Dauer fehlen mir zumindest aktuelle Neuerscheinungen. Jedoch ist das gar nicht das grösste Problem - denn das ist eines, welches mich persönlich betrifft. Ihr könnt es euch schon denken. Ich mag eBooks einfach nicht. Und bei skoobe kommt zusätzlich noch dazu, dass der Text auf einem kleinen Handybildschirm angezeigt wird, da ich kein iPad habe. Praktisch ist es natürlich, man hat immer ein Buch dabei, sogar mehrere, wenn man Internet hat. Aber ein Buch ist bei mir sowieso immer in der Tasche, ein echtes, wo ich Seite für Seite berühren und umblättern kann, wo ich nicht die Grösse ändern kann und welches ich sorgfältig in einen Plastiksack stecke und dann erst in der Tasche verstaue, weil ich Sorge trage. Das gehört für mich einfach dazu und die Tatsache, dass ich kein farbiges Cover vor mir habe, dass ich das Buch nicht in mein Bücherregal stellen kann, wo ich immer wieder vorbeilaufe und in Erinnerung lächeln muss, verdirbt mir fast ein bisschen den Spass am Lesen. Deswegen ist skoobe nichts für mich, aber vielleicht das Richtige für dich.

Mit Amazon geht es mir ähnlich - ich bestelle nicht gern Bücher. Viel lieber gehe ich stundenlang in die Buchläden und lächle entzückt, wenn ein Buch speziell aufgemacht ist, fasse die Bücher an, staple sie, um mir kurz danach den verrückten Gedanken aus dem Kopf zu schlagen, einfach alle zu kaufen. Amazon ist ein riesen Konzern und ebenso sind es leider viele Buchläden geworden. In meiner Stadt Orell Füssli genannt, hier in Berlin der Dussmann. Und überall aktuell Amazon. Sie haben ein riesen Angebot, grösser als alle anderen und das macht sie attraktiv und zu einer Verlockung. Aber das echte Glück steckt meiner Meinung nach in den kleinen Buchläden, wo man eine euphorische Besitzerin trifft, die dir ein Buch empfiehlt, dass du gar nicht im Kopf hattest und schlussendlich über alles liebst. Klar, beim Sortiment haben die kleinen Buchläden ihre Abstriche, aber das ist nicht schlimm, man kann heutzutage alles auf den nächsten Tag bestellen. Schön sind meiner Meinung nach die Begegnungen, die Gespräche, die fast immer entstehen, das Neue, was man kennenlernt. Denn egal ob Dussmann oder Orell Füssli, die grossen Buchläden sind alle gleich und unterscheiden sich kein bisschen, man findet sie überall. Die kleinen machen es aus - die liebevoll handgemachte Dekoration, die selbstgeschriebenen Quittungen oder die Vintagebücherregale. Das kleine Cafe daneben und die Papiertüten. Die Mischung aktuellster und ältester Bücher. Die individuell gestalteten Aushängeschilder. Und nein, ich glaube nicht, dass solche Buchläden aussterben, ähnlich wie bei den echten, gedruckten Bücher. Es gibt immer Leute, die das untersützen und andere dazu ermutigen, die Bücher so zu lesen und in solche Buchhandlungen zu gehen. Dort beginnt das Lesen für mich und ich hoffe für euch, dass ihr so etwas auch entdecken und erleben könnt.
Nebenbei möchte ich euch auch mit auf den Weg geben, das Amazon sehr schandhaft ist und man einen solchen Konzern rein auf menschlicher Basis gar nicht unterstützen soll, jedenfalls bringe ich das nicht über mein Herz. Amazon betreibt zum einen nämlichen Wanderarbeiter, ausländische Migranten (hauptsächlich aus Spanien, Rumänien, Polen und Bulgarien) die mit einem tollen Anfang angelockt werden und einen deutschen Vertrag, den sie oft nicht verstehen, unterschreiben. Ihnen wird 12% weniger Lohn ausgezahlt, als versprochen. Eine treffende ARD-Dokumentation schildert die Situation der Leiharbeiter, und die sind nicht schön, wie ihr euch denken könnt. Aber auch ansonsten findet man viel zum Thema, wenn man im Internet recherchiert oder Zeitung liest. Independent, eine englische Zeitung, berichtet über Amazon: 'Amazon lässt Arbeitskräfte aus dem Ausland von Neonazi-Wächtern kontrollieren'. Das spricht die Wohnlage der Leiharbeiter an, die auch in der Dokumentation gezeigt wird. Kontrolleure in Jacken von Marken, die bekannt sind, Rechtsradikale einzukleiden. Und das ist erst der Anfang, oder, wie viele Sagen, bloss eine Spitze des Eisbergs. Boykott ist angesagt - ich habe das Unternehmen noch nicht unterstützt - sagen viele ehemalige und bisher treue Kunden, die bisher von Amazon angetan waren. Aber dem Unternehmen kann man weder trauen noch soll es genutzt werden, das sage ich. Deswegen bin ich umso geschockter, dass sich einige Buchblogger nun plötzlich Amazon zuwenden, auch wenn es eigentlich in die umgekehrte Richtung gehen soll. Zum Einlesen ins Thema habe ich euch hier einige Links versammelt:


Herzlichst,
Mara

Bye Bye

Hey Ihr Lieben,

ich will nicht lange um den heissen Brei reden.
Wie einige vielleicht wissen, führt Mara diesen Blog eigentlich nicht ganz alleine.
Eigentlich. Wer mich noch kennt - lieben Gruss an Euch ♥
Aber ich poste soo selten und in letzter (langer) Zeit gar nicht mehr, einfach weil ich gemerkt habe, dass das Rezensieren nicht so meins ist und ich auch in letzter Zeit gar nicht so sonderlich viel gelesen habe.
Auch brauche ich Unendlichkeiten bis ich mal einen Post zustande gebracht habe (siehe dieser :b).
Nun ich will ich einen Schlussstrich ziehen, klar sagen, dass ich nicht mehr dazugehöre und Mara ihr Baby voll und ganz überlassen ♥

Bleibt schön freshhhh und habt einen wunderschönen Sommer, ich grüsse Euch ganz lieb <3
Amina

The world is an open book. 📖💭

Juni 2015

 
 
Hallo!
 
Ich muss mich wohl noch einmal ganz offiziell bei euch entschuldigen. Wegen all meinem Gejammer, dass ich nicht zum lesen komme und meiner längeren Zeit der Absenz. Wie schon erwähnt habe ich nun wieder Zeit und bin gespannter den je auf den Sommer, der vor uns liegt. Oder in dem wir schon mittendrin sind. Das Wetter erlaubt es mir, oder besser gesagt zwingt es mich, mindestens einmal jeden Tag an den Fluss zu fahren und zu baden, baden, baden. Ich liebe die Sonne und liebe den Sommer, und nun ist der Juli endlich da.
 
Mich hat sehr viel erstaunt. Zum Beispiel, dass ich nur noch eine Woche habe mit meiner jetzigen Klasse. Eine Woche mit all den Leuten, und dann ist das auch schon vorbei, was echt ziemlich traurig ist. Aber ebenso hat mich erstaunt, dass ich anscheinend doch wirklich zum Lesen kam. Und gar nicht so schlecht. Ganze acht Bücher habe ich gelesen!
 
Übrigens nervt mich dieses Stolz-Sein auf die Menge der Gelesenen Bücher in letzter Zeit immer mehr. Es ist doch eine Freude, wenn man viel Gutes gelesen hat. Aber Stolz sein, dass man vieles anderes vernachlässigt hat und 30, 40 Bücher runtergeschlungen hat... Keine Ahnung. Ich denke, ich lese schon viel. Aber naja.
 
Ich habe im Schnitt sehr gute Bücher gelesen. Zum einen habe ich einen älteren Liebling von mir gelesen -  Ein Glück für immer. Ich fand es schon im November grandios und ich freue mich auf Ruta Sepetys erstes Buch, welches noch ungelesen bei mir rumsteht. Mit Sie sind überall habe ich eine neu kennen- und liebengelernte Reihe weitergeführt, und auch dieses Buch hat mich absolut von sich überzzeugen können. Und dann ging eine weitere Reihe zu Ende, und zwar mit Asche zu Asche. Eine sehr tolle Reihe, und doch liess sie ein bisschen nach, finde ich. Trotzdem sehr toll und empfehlenswert! Mit Famous in Love hatte ich auch noch einen schönen  Reinfall. Ich  sucht nach  etwas locker-flockigem, und doch war es nicht diese abgedrehte Hollywood-Geschichte, was ich mir auch hätte denken können. Hellwach mochte ich  gerne, eine Rezension werde ich noch schreiben. Definitiv ein sehr süsses Buch! Das Gegenteil von allem habe ich schon im Mai begonnen und im Juni beendet. Die Kurzgeschichten sind der absolute Hammer, auch wenn nicht ganz alle meinen Geschmack treffen. Aber ich mag die Vielseitigkeit der Autorin. Die Anatomie der Nacht ist aber zurecht mein Monatshighlight. Ich habe es absolut geliebt und eine schwärmerische Rezension geschrieben. Ich kann es euch allen nur ans Herz legen!

  • Hellwach Hilary T. Smith | ★★★★
  • Ein Glück für immer Ruth Sepetys | ★★★★★ | Rezension | [zum zweiten Mal gelesen]
  • Das Gegenteil von allem Marina Keegan | ★★★★
  • Gated #2, Sie sind überall Amy Christine Parker | ★★★★★ | Rezension
  • Asche zu Asche #3 | Jenny Han und Siobhan Vivian | ★★★★
  • #Skandal Sarah Ockler | ★★★
  • Die Anatomie der Nachht | Jenn Bennett | ★★★★★ | Rezension 
  • Famous in Love Rebecca Serle | ★★


  • 8 Bücher
    4 durschnittliche Sterne 
    Challenges

    Unicorn Challenge - 19/25 Punkte [+1 im Juni]

    Harry Blogger Challenge - 18/20 [+1 im Juni]
    Zaubersprüche: 13/14
    Zusatzaufgaben I: 3/3
    Zusatzaufgaben II: 2/3 [+1 im Juni]

    Disney Prinzessinnen Challenge - 15/19 [+1 im Juni]
    Hauptaufgaben: 9/12
    Zusatzaufgaben: 7/7 [+1 im Juni]

    Die göttliche Lesechallenge
    Insgesamt: 451 Punkte [+57 im April]

    Hauptaufgaben:

    - Bücher mit weniger als 350 Seiten.
    * Das Gegenteil von Einsamkeit [1 Punkt + 6 Punkte für 302 Seiten = 7 Punkte]
    * Famous in Love [1 Punkt + 6 Punkte für 316 Seiten = 7 Punkte]
    - Lies ein Buch, dessen Cover hauptsächlich hellblau und weiß ist und durch das du dich fühlst, als würdest du auf Wolken schweben.
    * Asche zu Asche [1 Punkt + 6 Punkte für 330 Seiten = 7 Punkte]
     
    Zusatzaufgaben:

    - Lies ein Buch, dessen Cover für dich ein kleines Kunstwerk ist.
    * Hellwach [7 Punkte für 365 Seiten]
    * Ein Glück für immer [7 Punkte für 376 Seiten]
    * Die Anatomie der Nacht [7 Punkte für 351 Seiten]
    - Bücher, die zu einer Reihe gehören
    * Gated #2, Sie sind überall [7 Punkte für 350 Seiten]
    - Ein Buch, dass du aufgrund einer Empfehlung gelesen hast
    * #Skandal [8 Punkte für 414 Seiten]

    How to be Parisian | Rezension

     
     


     
      

    How to be Parisian wherever you are von Sophie Mas, Audrey Diwan, Caroline de Maigret, Anne Berest
    Genre: Sachbuch
    Verlag: btb Verlag 
    Seitenanzahl: 270 Seiten
    Fassung: Hardcover mit Schutzumschlag
    Original: How to be Parisian wherever you are, Englisch
    Übersetzerin: Carolin Müller
    Preis: ca. 14,99 Euro [D]



    Millionene Frauen überall auf der Welt wollen so sein wie sie: die Pariserin.  Denn nur sie schaffte es, mit Stil, Charme und beneidenswerter Lässigkeit durchs Leben zu gehen. Sie sieht immer gut aus - obwohl sie sich keine Gedanken darüber macht, was sie morgens aus dem Kleiderschrank zieht.  Sie ist eine liebevolle Mutter - und fährt trotzdem ohne Anhang an die Côte d'Azur. Sie stellt toujours strikte Regeln auf - nur um jede einzelne von ihnen mit Genuss zu brechen... In How to be Parisian enthüllen vier Pariser Lifestyle-Ikonen mit viel Selbstironie und Witz den Mythos der Pariser Frau: ihre Allüren, ihre Nonchalance, ihren  Style, wie sie liebt und wie sie ihre Tage und Nächte verbringt. Ihre wichtigste Lektion: Um eine echte Pariserin zu sein, kommt es nicht auf die Herkunft an - sondern allein auf die Einstellung.
      


    Ich liebe Bücher wie dieses. Bücher, die man an einem Nachmittag durchschaut und danach ganz viele tolle Erinnerungen hat, es immer wieder in die Hand nimmt. Sie gewinnen schnell viel Bedeutung, und doch darf man sie nicht zu ernst nehmen. Man kann schön in ihnen versinken und muss dann doch schnell wieder den nötigen Abstand gewinnen, denn das vorgespielte Leben in solchen Büchern tut nicht immer gut, wenn man es zu ernst nimmt.

    So dachte ich bisher immer über solche Lifestyle-Bücher. Und dieses hier hat das komplette Gegenteil bewiesen. Denn zum Glück wird schnell klar, denn wie im Klappentext erwähnt sind alle Texte mit grosser Selbstironie verfasst, was ihnen natürlich den gewissen Witz verleiht, dass dieses Buch ganz anders gemeint ist. Deswegen kommt dieses Problem hier gar nicht auf, und man kann das galant übergehen.
     
    Ich liebe den Pariser Stil. Er ist chic und schlicht, klassisch und lässig. Und genau die richtige Mischung davon. Deswegen habe ich mich wahnsinnig gefreut, dieses Buch auszupacken. Die Gestaltung ist auf den ersten Blick schon richtig toll. Die Illustration auf dem Cover und dem Buch ohne Schutzumschlag sticht sofort in die Augen und ich liebe sie einfach. Ich könnte sie stundenlang anschauen! Mir gefallen auch die Schriften - allgemein ein echter Eyecatcher, dieses Buch!
    Die Illustrationen sind toll - vielfältig und nicht so perfekt. Kein Illustrationsstil zeichnet sich durch alle Seiten ab, überwiegend werden sowieso nur Fotos gebraucht. Das Layout innerhalb lässt sich gut lesen und ist vor allem schlicht und schön.

    Das Buch ist innen ersteinmal anders, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist voll von witzigen Listen, die mich ständig zum Lachen brachten, aber auch Rezepte und Tipps für die eigene Haut sind enthalten. Es deckt viel ab und nimmt den Ausdruck 'Die Pariserin' einfach perfekt auf die Schippe - mit dem Humor der Pariserin! Auch  der wird Beschrieben, ebenso wie es eine ganze Seite darüber gibt, in welchen Situation man eine Pariserin auf einer Parkbank sitzend vorfindet. Oder ihre äusserst ironischen, fast schon sarkastischen Verkehrsregeln. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus einem Guide, an den man sich tatsächlich halten kann, und der etwas albernen Lockerheit, die dem Buch lässig eine gesamte Vorlage bietet. Man muss auf jeder Seite abschätzen, ob das Folgende ernst ist oder nicht, und genau das hat die Spannung wahnsinnig ausgemacht.
     
     
    Ich glaube, dass dieses Buch den Nerv einer Pariserin trifft, einer Frau, die es werden will und dann auch noch sonst ziemlich jeden. Humorvoll und kritisch spiegelt es die Szenen im Leben einer Pariserin wider, dass man das Buch einfach durchliest, geniesst und sich um den Rest mal keine Sorgen macht. Die Themen sind so vielfältig, die Gestaltung ist schön und der Inhalt bringt dich zum Lächeln - perfekt also für einen schönen, ruhigen Nachmittag, wenn das Wetter draussen einfach mal zu heiss ist und man sich - wie im Winter - im kühleren Zuhause verkriechen möchte.

     
     
    Anne Berest ist Autorin und hat bereits zwei Romane und eine Biografie über Francoise Sagan verfasst. Sie schreibt ausserdem für Fernsehen, Film und Theater.
     
    Audrey Diwan studierte Journalismus und Politikwissenschaft und arbeitet seitdem als Drehbuchautorin. Aktuell führt sie Regie bei ihrem ersten Spielfilm und ist ausserdem Editor-at-large für das Magazin Stylist.
     
    Caroline de Maigret hat Literatur an der Sorbonne studiert und als Model in NEw York gearbeitet. 2006 kehrte sie nach Paris zurück und gründete ein Musiklabel. Seit 2012 ist sie Chanel-Markenbotschafterin und unterstürzt im Rahmen der NGO CARE Projekte zur Frauenförderung.
     
    Sophie Mas ist in Paris geborern und aufgewachsen. Nach ihrem Studium an zwei der Pariser Grandes Écoles gründete sie ihre eigene Filmproduktionsfirma und arbeitet nun in Los Angeles, New York und São Paulo. 
     
    
    an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar!